Bereist in den frühen Morgenstunden merkte ich den Wind, der leicht stürmisch wirkte.
Der Tag begann wolkig und frisch, so dass mir erst beim Sport warm wurde und nicht schon vorher ^^
Wir begannen mit dem Saftpressen aus Trauben. Ganz urtümlich begonnen, indem Nat' mit den Füßen versucht hat möglichst viele Früchte aufzubrechen. Das Gemenge dann in eine hölzerne Handpresse deutschen Ursprungs gefüllt und durch Hinabdrehen den Saft heraus gepresst und abgefüllt. Wohlschmeckend.
Im Anschluss habe ich mit Nat' die Arbeiten auf dem Dach beendet. Es ging wirklich flott und war bei der Wetterlage auch deutlich angenehmer. Das zweite Projekt ist zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen.
Von den gestrigen Ameisenaktivitäten war heute nichts mehr zu sehen, sogar das Loch verschwunden. Vorräte aufgefüllt und zurückgezogen. Prepper-Ameisen :D
Bereits kurz nach dem Mittag habe ich mich mit Nat' im Garten getroffen. Es bestand die Idee unseren Klebeerfolg fortzusetzen und die angebrochene Dose aufzubrauchen. Die Teichfolie hat am oberen Rand einige Löcher und Beschädigung. Bei Eintreffen war er jedoch überrascht, dass das Wasser wieder höher stand, ein vermutetes Leck offenbar doch nicht gravierend war. Zwar gab es noch geflickte Stellen höher am Rand, die wirklich beim Prüfen leicht zu lösen waren, aber das Reinigen und Durchführen traf dann doch nicht auf Motivation und Lust.
Wir schauten uns das Gewächshaus an, was vorrangig auf dem Plan stand: wenigstens zusammen die Dachfenster montieren und -scheiben einsetzen. Er hatte es gebraucht vor eineinhalb Jahren gekauft und aus dem Südosten Frankreichs hergebracht. Ein Riesenbausatz aus Alu und Glas. Das Fundament hatte ich letztes Jahr noch gelegt, also eine Reihe von Ziegelsteinen, auf die es dann montiert wurde. Er berichtete mir bereits wie anstrengend und nervig es war mit der vorhandenen Aufbauanleitung zurecht zu kommen und dass er mit den aufklappbaren Dachfenstern aufgegeben hatte.
Wir widmeten uns einem von diesem und mir wurde bald klar, woher der Frust kam. Uns gelang gemeinsam die Installation des ersten von fünf Fenstern und wir wollten dazu übergehen testweise Scheiben einzusetzen, um zu prüfen, ob alles so passt, bevor wir mit den anderen fortfahren. Zudem gab es zwei Fenster mit anderen, unverständlichen Öffnungsmechanismen. Wir bereiteten Paletten vor, auf die wir die Glasscheiben stellen wollten, da wir sie erst näher herantragen müssen und verlegten das weitere Vorgehen auf den Abend. Immerhin entdeckte ich noch einen Aufdruck auf einem der Fenster, den wir zum Stichwort für Internetrechechern mitnahmen.
Zwar stellte sich heraus, dass es automatisch agierende Fensteröffner sind, jedoch für Temperaturen bis zu 30°C. Im hiesigen Sommer als unnütz. Ein manuelles Bedienen bekommt man damit auch, andere Fenster stehen auch nicht zur Verfügung. Wir setzen unser Vorhaben fort die Scheiben anzubringen und musste dazu erst einmal den dicken Stapel auseinander nehmen. Ein Teil der Scheiben war beim Transport bereits beschädigt worden, ein weiterer bei der Lagerung, da die Palette, auf der sie stehen, zusammengebrochen ist.
Gravierender war aber, dass ein Großteil der Scheiben gar nicht zum Gestell passt und wiederum die mit den nötigen Maßen fehlen. Das Gewächshaus war bereits auseinander gebaut gekauft worden und der Vorbesitzer hatte es ebenfalls schon eine Weile demontiert eingelagert. Offenbar ist bei der Übergabe etwas schief gelaufen. Für ringsum sind die Scheiben vorhanden, für das Dach nur fünf. Wir schloßen damit ab noch an den zwei Sonderfenstern zu basteln, um herauszufinden, wie wir sie anbringen. Vermutlich plagen wir uns morgen weiter damit herum.